Wer sind wir?

Der Bunte Tisch

Der „Bunte Tisch – Jugendkultur(aufbruch) Marzahn-Hellersdorf“ entstand im Rahmen des Programms „Jugendkulturzentren in bezirklichen Bildungsnetzwerken“ der Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Berlin e.V. (LKJ) im Januar 2012. Er ist ein Zusammenschluss verschiedener Akteur_innen, die in der Jugendkulturarbeit tätig sind und hat das Ziel, einen gemeinsamen Dialog zu entwickeln.

Der Bunte Tisch versteht sich als Interessensvertretung der Kinder und Jugendlichen im Bereich kultureller Bildung in Marzahn-Hellersdorf. Dabei sollen gemeinsam kulturelle Handlungsfelder erschlossen werden. Der Bunte Tisch fungiert als Schnittstelle der Bereiche Jugend, Kultur und Bildung. Er steht bezirklichen Akteur_innen aus Jugend, Kultur und Bildung offen und agiert überparteilich.

Im Rahmen seiner Aktivitäten bündelt und optimiert der Bunte Tisch Ressourcen verschiedenster kultureller Initiativen, Einrichtungen und Akteur_innen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Er setzt sich dafür ein, dass sich im Bezirk existierende Projekte, Ideen und Visionen kultureller Bildung und die Jugendkulturen frei entwickeln können und eine angemessene Unterstützung erfahren.

Vision

Das Thema kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche rückt – durch die Aktivitäten des Bunten Tischs – sowohl politisch, als auch gesellschaftlich, stärker in den Fokus der Öffentlichkeit und ist auf breiten Schultern im Bezirk gelagert. Die Handlungsfelder Jugend, Kultur und Bildung sollen zusammen gedacht werden, um Synergieeffekte zu erzielen.

Wege und Ziele

Der Bunte Tisch entwickelt sich zu einer bezirklichen Koordinierungsstelle für die Vernetzung der Bereiche Jugend, Kultur und Bildung zum Thema kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen.

Gemeinsame, regelmäßige Aktivitäten und Veranstaltungen sollen zusammen geplant und umgesetzt werden.

In diesem Kontext forcieren wir eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit und Akquise von Finanzmitteln.

Was verstehen wir unter Jugendkulturarbeit?

Jugendkulturarbeit orientiert sich an den Leitlinien von Jugendarbeit, die sich an alle jungen Menschen im Alter von 6 bis 27 Jahren wendet. Sie ist durch eine freiwillige Teilnahme gekennzeichnet und zielt auf die Entwicklung von sozialer und kultureller Identität, von Lebenskompetenz, Übernahme von sozialer und gesellschaftlicher Verantwortung, Förderung von Eigenverantwortung und Partizipation. Jugendkulturarbeit orientiert sich an dem Verständnis von kultureller Bildung, dem selbstorganisierten kulturellen, kreativen und gestalterischen Lernen und Ausprobieren in Gleichaltrigengruppen mit einem starken lebensweltlichen Bezug. Sie bietet die Möglichkeit, sich mit Normen und Werten auseinanderzusetzen (mit der eigenen Kultur und Lebenswelt, der Peerkultur, der Erwachsenenkultur) und ist dabei grundsätzlich zieloffen. Im Gegensatz zur Schule entscheiden die jungen Menschen eigenständig über Art, Nutzung und Ziel ihrer Beschäftigung mit den unterschiedlichen Kulturen (Musik, Theater, Tanz, Literatur, Bildende Kunst, grafisches Gestalten u.a.). Jugendkulturarbeit kann das schulische Lernen unterstützen und einen wichtigen Beitrag zu Entwicklung junger Menschen leisten. Dabei gilt es, an die vorhandenen Ressourcen der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, an ihre Interessen und Fähigkeiten anzuknüpfen und diese zu stärken. Sozialarbeiter/-innen und/oder Künstler/-innen agieren lediglich unterstützend. Jugendkulturarbeit sichert so die kulturelle Teilhabe und die Möglichkeit zur Innovation aller jungen Menschen und wirkt Ausgrenzungen entgegen. Im Kontext szeneorientierter Jugendkulturarbeit übernehmen junge Szeneakteure selbst maßgeblich die Vermittlung künstlerisch-gestalterischer Fähigkeiten und Fertigkeiten und gestalten auf diese Weise häufig ihren Weg ins Erwerbsleben.